Porträt
Das Porträt ist das Gemälde, die Fotografie oder auch die Skulptur einer Person. Die Expressionisten versuchten in ihren Porträts das Wesen eines Menschen zu erfassen.
Karikatur
Die Karikatur ist eine komische Darstellung eines Menschen. Bestimmte Eigenschaften werden dabei überzeichnet. Das heißt, sie werden extremer dargestellt, als sie eigentlich sind. August Macke konnte Menschen in seinen Zeichnungen schon als Schüler sehr gut wiedergeben. Manchmal erlaubte er sich dabei aber auch einen Spaß.
Impressionismus
Das Wort leitet sich ab vom französischen Begriff „impression“, den wir mit „Eindruck“ übersetzen. In dieser Stilrichtung der Kunst geht es um das Einfangen flüchtiger Eindrücke in der Kunst – Momentaufnahmen bestimmter Lichtverhältnisse und Atmosphären. Die Kunstschaffenden verließen ihre Ateliers und malten im Freien (Freilichtmalerei). Sie nutzen eine neue Maltechnik, bei der die einzelnen Pinselstriche im Bild sichtbar blieben. Der Impressionismus begründet die sogenannte moderne Kunst.
Expressionismus
Das Wort leitet sich vom lateinischen Begriff „expressio“ ab, der mit „Ausdruck“ übersetzt wird. Diese Stilrichtung der Kunst baut auf dem vorhergehenden Impressionismus auf. Es geht weniger darum, ein realistisches Abbild zu schaffen. Vielmehr möchten die Kunstschaffenden des Expressionismus ihrem eigenen Gefühl Ausdruck verleihen. Dies tun sie mit starken Farben und Formen, die in ihren Kunstwerken ein Eigenleben zu führen beginnen.
Der Blaue Reiter
Der Blaue Reiter war der Name für ein von den Künstlern Wassily Kandinsky und Franz Marc ausgearbeitetes Buch- und Ausstellungsprojekt. Hier versammelten sie, mit tatkräftiger Unterstützung von August Macke, künstlerisch tätige Personen, die sich für eine neue Kunst einsetzten. Dabei schauten sie auch zurück in die Vergangenheit, z.B. auf die Kunst des Mittelalters und in die Ferne, auf die Kunst Afrikas und Asiens. Gemeinsam mit August Macke organisierten Wassily Kandinsky und Franz Marc in den Jahren 1911 und 1912 zwei Ausstellungen in München. Das dabei entstandene Buch „Der Almanach Der Blaue Reiter“ ist ein wichtiges Dokument, das die Stilrichtung des Expressionismus charakterisiert.
Stillleben
Als Stillleben werden Gemälde oder Fotografien bezeichnet, die leblose Gegenstände abbilden. Dabei hat die Auswahl und die Gruppierung der Gegenstände oftmals eine Bedeutung. Die Kunstschaffenden des Expressionismus zeigten oftmals alltägliche Gegenstände, die keinen besonderen Wert haben mussten. Sie brachten damit zum Ausdruck, dass jedes beliebige Ding zu einem schönen Gemälde taugt. Es ging ihnen schließlich hauptsächlich um das Farbspiel auf der Leinwand.
Freilichtmalerei
Die Freilichtmalerei wird im 19. Jahrhundert während des Impressionismus in Frankreich wichtig. Die Kunstschaffenden fangen ein Stück Natur ein. Da es inzwischen Ölfarbe auch in Tuben gab – eine neue Erfindung – konnte man diese leicht mitnehmen und überall seine Staffelei aufstellen. An der Kunstakademie, die August Macke 1905 in Düsseldorf besuchte, war die Freilichtmalerei noch völlig unbekannt und galt geradezu als unanständig. August Macke aber wollte raus und das Leben einfangen und nicht in einem verstaubten Atelier nach Gipsfiguren zeichnen.
Kunstgewerbe
Während die Kunst als frei galt, war das Kunstgewerbe eine Kunst mit einem bestimmten Zweck. Das Kunstgewerbe fertigt handwerklich oder maschinell bestimmte Gegenstände für den Gebrauch an – also zum Beispiel Möbel oder Geschirr. Die Kunstschaffenden des Expressionismus gaben sich nicht damit zufrieden, „nur“ zu malen. Sie wollten die Alltagswelt gestalten und arbeiteten daran, die strikte Trennung von Kunst und Kunstgewerbe aufzuweichen. August Macke besuchte auch die Schule für Kunstgewerbe in Düsseldorf, die bereits modernere Ansichten vertrat.
Die Rheinischen Expressionisten
Rheinische Expressionisten nennt man die künstlerisch tätigen Personen aus dem Rheinland, die sich dem Expressionismus verwandt fühlten. Den Begriff des Rheinischen Expressionismus hat August Macke mit der von ihm organisierten Ausstellung in Bonn in der Buchhandlung Cohen geprägt
Almanach
Ein Almanach ist eine Text- und Bildsammlung, die in der Regel einmal im Jahr erscheint. Im Almanach der Blaue Reiter stellten Wassily Kandinsky und Franz Marc mit der Hilfe von August Macke zusammen, was die Kunstschaffenden der Zeit dachten und was sie inspirierte - von ägyptischen Schattenspielfiguren, afrikanischen Holzskulpturen bis zur mittelalterlichen Buchillustration.
Glossar